Ein Ausbruch in Svartsengi wird frühestens Mitte Dezember erwartet. Der Magmaspiegel liegt noch deutlich unter dem letzten Ereignis.
„Das könnte ein Silvesterausbruch werden“, sagt Vulkanologe Þorvaldur Þórðarson über die aktuelle Lage im Vulkansystem Svartsengi. Ein Ausbruch sei vor Mitte Dezember eher unwahrscheinlich, da der Magmaspiegel noch weit unter dem Niveau des letzten Ereignisses liegt. Þorvaldur sprach in der Morgensendung von Rás 2 über die anhaltende, aber verlangsamte Landhebung unter Svartsengi, die auf einen sinkenden Magmazufluss und eine weiter zunehmende Füllung der Magmakammer hinweist.
Messungen des Isländischen Wetterdienstes zeigen derzeit rund 16 Millionen Kubikmeter Magma im System. Für die letzten Ausbrüche waren jeweils über 23 Millionen Kubikmeter notwendig gewesen. Obwohl der Mindestwert für eine potenzielle Eruption überschritten ist, sei der kritische Punkt noch nicht erreicht.
Þorvaldur hält einen Ausbruch frühestens Mitte Dezember, möglicherweise erst um den Jahreswechsel, für realistisch. Er betont, dass Menschen in und um Grindavík derzeit relativ ruhig bleiben können. Ein möglicher Ausbruch würde sehr wahrscheinlich in einem bekannten Gebiet stattfinden. Lava könnte zwar Richtung Svartsengi fließen, würde jedoch voraussichtlich durch vorhandene Lavastrukturen daran gehindert, größere Anlagen zu erreichen.
Die Situation bleibt damit angespannt, aber stabil. Ein Ereignis vor Weihnachten ist möglich, gilt jedoch aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht als wahrscheinlich.
Titelfoto: Letzter vulkanausbruch im Juli 2025 / Mirjam Lassak
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