Ragnar Erling Hermannsson, ein Aktivist für Obdachlose, sagt, dass die verlängerte Öffnung der Cafeteria in Samhjávár in den kältesten Wintermonaten keine ausreichende Ressource für Obdachlose sei. Ragnar Erling selbst hat viel Erfahrung mit Obdachlosigkeit.
In den letzten Tagen wurde über ein neues Tageszentrum für Obdachlose diskutiert, es handelt sich jedoch um eine verlängerte Winteröffnung für Obdachlose mit umfangreichem und komplexem Servicebedarf in der Cafeteria von Samhjávár. Die Winteröffnung wird in den nächsten drei Monaten täglich stattfinden. Es ist Dezember, Januar und Februar.
Die Kommunen im Hauptstadtgebiet werden gemeinsam für die mit der verlängerten Öffnung verbundenen Kosten aufkommen. Es wird erwartet, dass es insgesamt 5,2 Millionen sein werden. Es wird davon ausgegangen, dass Obdachlose dann den Tag in der Cafeteria von Samhjávár verbringen können, allerdings werden die Öffnungszeiten dort um zweieinhalb Stunden verlängert. Danach können Obdachlose die Notunterkünfte aufsuchen, die um 17 Uhr öffnen und um 10 Uhr schließen.
„Das sind nicht unbedingt sehr gute Nachrichten. Erstens ist es im März nicht gerade Sommer und zweitens ist die Cafeteria keine gute Einrichtung. Überhaupt nicht“, sagt Ragnar Erling.
Er sagt, dass es in der Cafeteria nur eine Couch gibt und dort oft viel zu tun ist. Daher ist es nicht unbedingt die beste Einrichtung für Obdachlose mit umfangreichem und komplexem Servicebedarf.
„Das Café von Samhjávár ist keine gute Lösung für diese Art von Ressource. „Es ist gut, wenn man plant, etwas zu essen und gleich wieder rauszugehen, aber sieben Stunden dort zu bleiben ist nicht gut“, sagt Ragnar Erling.
Er sagt, dass die Cafeteria um zehn Uhr öffnet, sodass die Leute direkt nach Schließung der Notunterkünfte dorthin kommen und dort bleiben können, bis sie wieder öffnen.
„Aber da spritzen sie sich schon vor aller Augen. Das ist eine schlechte Voraussetzung dafür. Dafür wollen wir einfach eine besondere Unterbringung“, sagt Ragnar Erling und dass obdachlose Männer die Möglichkeit haben wollen, nach etwas Ähnlichem wie Skjólið zu suchen. In Grensáskirkja gibt es eine Unterkunft für obdachlose Frauen.
Ragnar Erling sagt, dass es viele leerstehende Gebäude gibt, die heute für Obdachlose genutzt werden könnten, und nennt als Beispiel das Versammlungshaus der Freikirche.
