Grindavík – Die amtierende Polizeichefin der Region Suðurnes hat am Abend entschieden, die Stadt Grindavík ab sofort wieder für den öffentlichen Verkehr zu öffnen. In einer um 21:00 Uhr veröffentlichten Mitteilung heißt es, dass laut aktualisierter Risikobewertung die Gefahrenlage in Grindavík und dem nahegelegenen Svartsengi derzeit als mäßig eingestuft wird.
Diese Entscheidung folgt auf lautstarke Proteste von Einwohnern und Geschäftsleuten in Grindavík, die sich gegen die vorherige Regelung gestellt hatten: Während die Blaue Lagune für Touristen geöffnet war, blieb ihnen der Zugang zu ihrer eigenen Stadt verwehrt. Die Kritiker warfen den Behörden Diskriminierung und mangelnde Fairness vor.
Trotz der Öffnung warnt die Polizei weiterhin eindringlich vor den Gefahren im aktiven Vulkangebiet. Es bestehe ein hohes Risiko durch Gasansammlungen, insbesondere bei Windstille. Auch könne sich das Gelände jederzeit verändern – neue Erdspalten könnten ohne Vorwarnung aufbrechen, und Lavaströme sich plötzlich in Bewegung setzen.
„Die Situation bleibt kritisch. Das Ereignis ist noch nicht vorbei“, heißt es in der Erklärung. Die Polizei rät dringend davon ab, sich dem Ausbruchsgebiet zu nähern. Spaziergänge in der Nähe des Lavastroms können lebensgefährlich sein, da sich die Bedingungen schlagartig ändern können.
Titelbild Grindavikurvegur in Svartsengi / © Mirjam Lassak
Weitere Island-News
Geothermie in Island: Eldvörp soll an Kraftwerk Svartsengi angebunden werden
In Island plant HS Orka, die geothermischen Ressourcen der Kraterkette Eldvörp über Pipelines an das Kraftwerk Svartsengi anzubinden. Die Leistung…




