Vor der totalen Sonnenfinsternis am 12. August werden in einigen Regionen Islands außergewöhnlich viele Besucher erwartet. Besonders in Reykjanes, Westisland und den Westfjorden rechnen die Behörden mit einem starken Andrang von Reisenden, die das seltene Himmelsereignis beobachten möchten.
Um mögliche Engpässe bei der Mobilfunkversorgung zu vermeiden, werden die Netzbetreiber bereits in mehreren Regionen Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung vorbereiten. Als besonders herausfordernd gilt die Situation jedoch in der Gegend von Látrabjarg in den Westfjorden.
Dort hat sich der geplante Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur verzögert. Da Strom- und Glasfaserleitungen nicht rechtzeitig vor der Sonnenfinsternis fertiggestellt werden können, sind zusätzliche Maßnahmen notwendig, um die Netzabdeckung und Leistungsfähigkeit des Mobilfunknetzes sicherzustellen.
Das isländische Infrastrukturministerium hat deshalb beschlossen, gezielt Verbesserungen der Mobilfunkversorgung in der Region um Látrabjarg zu unterstützen. Infrastrukturminister Eyjólfur Ármannsson erklärte, die bestehende Telekommunikationsinfrastruktur müsse modernisiert werden, damit die erwartete Belastung während der Sonnenfinsternis bewältigt werden könne.
Die Maßnahmen sollen die Reichweite und Kapazität bestehender Mobilfunksender erhöhen, die Arbeit von Rettungskräften unterstützen und das Risiko größerer Netzausfälle während des Besucheransturms verringern.
Die Behörden weisen außerdem darauf hin, dass Notrufe an die Nummer 112 in den isländischen Mobilfunknetzen stets Vorrang vor anderem Daten- und Telefonverkehr haben. Dennoch sei eine zusätzliche Verstärkung der Infrastruktur notwendig, um sowohl die Sicherheit der Besucher als auch die Einsatzfähigkeit der Rettungsdienste zu gewährleisten.
In den kommenden Wochen sollen die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, damit die Mobilfunknetze rechtzeitig vor dem Eintreffen der zahlreichen Besucher einsatzbereit sind.
Titelbild: Sonnenuntergang an Latrabjarg / Mirjam Lassak
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