Svartsengi unter Druck: Rekord-Magmamenge erhöht Ausbruchsgefahr
Unter Svartsengi wächst die Magmamenge weiter. Ein Ausbruch an der Sundhnúk-Kraterserie bleibt das wahrscheinlichste Szenario – bei kurzer Vorwarnzeit.
Unter dem Geothermiegebiet Svartsengi hält die Magmaansammlung weiter an. Laut aktueller Einschätzung des isländischen Wetteramtes vom 14. April 2026 ist ein Magmafluss in Richtung der Sundhnúk-Kraterserie das wahrscheinlichste Szenario – mit möglichem Ausbruch als Folge.
Rekordmenge an Magma seit Beginn der Eruptionsserie
Seit dem letzten Ausbruch im Juli 2025 haben sich unter Svartsengi rund 25 Millionen Kubikmeter Magma angesammelt. Das ist die größte gemessene Menge seit Beginn der aktuellen Aktivitätsphase auf der Reykjanes-Halbinsel.
Die Bodenverformung setzt sich fort und zeigt, dass weiterhin Magma in das System nachströmt. Der Prozess verläuft langsam, aber konstant – ähnlich wie in den vergangenen Wochen.
Mit zunehmendem Druck im Untergrund steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Magmagang in Richtung Sundhnúk-Kraterserie öffnet. In diesem Fall könnte es erneut zu einem Vulkanausbruch kommen.
Die seismische Aktivität bleibt derzeit niedrig. Im Bereich der Magmakammer werden im Schnitt etwa zwei kleine Erdbeben pro Tag registriert.
Am 13. April wurden zusätzlich 13 schwache Beben in etwa zehn Kilometern Tiefe am Fagradalsfjall gemessen. In den Monaten zuvor lag die Aktivität dort deutlich niedriger.
Trotz der geringen Erdbebenaktivität sehen Fachleute darin keine Entwarnung. Frühere Ausbrüche haben gezeigt, dass die Vorwarnzeit sehr kurz sein kann – sie lag zuletzt zwischen 20 Minuten und über vier Stunden.
Risikobewertung bleibt stabil
Die aktuelle Risikobewertung bleibt unverändert und gilt vorerst bis zum 30. Juni 2026. Die Entwicklung wird weiterhin rund um die Uhr überwacht. Sollte sich die Lage verändern, wird die Einschätzung kurzfristig angepasst.
Die anhaltende Magmaansammlung unter Svartsengi zeigt, dass die vulkanische Aktivität auf der Reykjanes-Halbinsel nicht abgeklungen ist. Auch bei geringer Erdbebenaktivität kann sich ein Ausbruch kurzfristig entwickeln.
Titelbild: Vulkanausbruch im Juli 2025 an Sundhnúk / Mirjam Lassak
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