Westfjorde: Neue Meeres- und Saunabäder direkt am Önundarfjörður – Highlight für Wintertourismus
Ein neues Projekt in den Westfjorden: Hvítisandur investiert 1,5 Milliarden ISK in Meeres- und Saunabäder im Önundarfjörður. Das Projekt stärkt den Wintertourismus in der Region.
Hvítasandur investiert 1,5 Milliarden ISK in neue Meeres- und Saunabäder in Önundarfjörður in unmittelbarer Nähe der Holtsbryggja.
Das Unternehmen Hvítisandur ehf plant eine 1,5 Milliarden ISK teure Anlage für Meeres- und Saunabäder am gleichnamigen Strandabschnitt im Önundarfjörður in den Westfjorden. Auf dem Gelände entsteht ein nachhaltiger Komplex aus Meerwasserbecken, Dampfbädern, Saunen und einem Restaurant, der sich harmonisch in die Umgebung einfügen soll. Die Bauarbeiten könnten nach Zustimmung der Gemeinde Ísafjarðarbær bereits nach der Sommerbrutzeit 2026 beginnen.
„Der Ort ist ein einzigartiges Naturjuwel, das einen bescheidenen und nachhaltigen Ansatz erfordert“, erklärt Geschäftsführer Runólfur Ágústsson im Interview mit bb.is. „Die neuen Bäder werden ein Magnet für Einheimische und Touristen sein und insbesondere den Wintertourismus in der Region stärken.“
Perspektivische Darstellung der geplanten Sauna- und Seebäder in Holtsfjörður: Ganz links die Holtsbryggja. Im neuen Areal ist links ein Restaurant vorgesehen, in der Mitte das Badehaus, rechts der Gemeindesaal. Am Ende des Piers entsteht eine Holzhalle. Im Hintergrund ist die bestehende Start- und Landebahn erkennbar, die künftig als Parkplatz dienen soll. Bild: SEN & SON Architekten
Nachhaltiges Konzept mit regionalem Bezug
Die Anlage nutzt thermische Energie aus dem Meer und entsteht fast vollständig auf bereits erschlossenem Gelände. Gäste erreichen das Badehaus über einen kurzen Fußweg von der alten Landebahn in Holt, die künftig als Parkplatz dient. Ein besonderes Highlight ist ein Vogelbeobachtungshaus, das Einblicke in die Nistplätze der Eiderenten bietet.
Design inspiriert von regionaler Baukultur
Die Gebäude orientieren sich an traditionellen Trockenfischhütten und sind in die Küstenlandschaft eingebettet. Vorgesehen sind fünf Dampfbäder, darunter eine finnische Holzsauna am Pier, ein Salzdampfbad mit Meersalz aus den Westfjorden sowie eine Event-Sauna für bis zu 60 Personen.
Wirtschaftliche Bedeutung für die Region
Das Projekt schafft rund 20 Jahre Beschäftigung und soll künftig 30 Arbeitsplätze im Sommer sowie 4 im Winter sichern. Die Anlage richtet sich an einheimische Besucher, Individualreisende aus Europa und Kreuzfahrtgäste aus Ísafjörður. Durch die neue, ganzjährig befahrbare Ringstraße um die Westfjorde (geplant ab 2027) liegt Hvítasandur strategisch günstig zwischen Ísafjörður und Dynjandi – einer beliebten Route für Reisende.
Neben Bade- und Gastronomieangeboten sind auch kostenlose Duschen und Umkleiden für Meeresbadende geplant.
Die Betreiber von Hvítisandur ehf sind Blævængur ehf (Áslaug Guðrúnardóttir und Runólfur Ágústsson), Björn Björnsson, Jónína Eyja Þórðardóttir, Óttar Guðjónsson und Ragnar Björgvinsson.
Titelfoto: Holtsbryggja im Önundarfjördur, hier sollen die Bäder entstehen / Mirjam Lassak
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