Isländisches Wetteramt installiert GNSS-Satellitenmessstation auf dem Gleiðarhjall mit Unterstützung der Küstenwache
Neue GNSS-Station oberhalb von Ísafjörður: Das Isländische Wetteramt überwacht künftig Bodenbewegungen und Hangrutschaktivität am Gleiðarhjall mithilfe modernster Satellitentechnik.
Mit Unterstützung der Hubschrauberstaffel der isländischen Küstenwache hat das Isländische Wetteramt (Veðurstofa Íslands) am 29. Oktober eine neue GNSS-Satellitenpositionierungsstation auf dem Gleiðarhjall oberhalb von Ísafjörður installiert.
Die GNSS-Anlage wird von zwei Solarmodulen und einer kleinen Windturbine mit Energie versorgt. Ihr Zweck ist die präzise Überwachung von Bodenbewegungen und Hanginstabilitäten in der Region Gleiðarhjall, um die Aktivität lockerer Gesteinsschichten besser zu verstehen. Diese Messungen sind Teil eines umfassenden Forschungsprojekts, das auch die Auswertung von Satellitendaten und jährlichen Luftbildaufnahmen umfasst.
Der Kartenausschnitt von map.is zeigt den Standort der GNSS-Station
Wie das Wetteramt mitteilt, wurden zwei Mitarbeiter samt Instrumenten, Fundamenten und Werkzeugen per Hubschrauber vom Flughafen Ísafjörður zum Standort transportiert. Nach rund drei Stunden war die Installation abgeschlossen, und die Station konnte ihren Betrieb aufnehmen.
📦 Info-Kasten: Was ist GNSS? GNSS steht für Global Navigation Satellite System – also Globales Navigationssatellitensystem. Es umfasst alle satellitengestützten Systeme zur Positionsbestimmung, darunter:
GPS (USA)
Galileo (Europa)
GLONASS (Russland)
BeiDou (China)
GNSS-Stationen empfangen kontinuierlich Signale dieser Satelliten und messen daraus präzise Bewegungen der Erdoberfläche. Solche Daten sind besonders wertvoll für die Geowissenschaften, etwa zur Überwachung von Hangrutschen, Vulkanaktivität oder tektonischen Verschiebungen.
Titelfoto: Jóhannes Konráð Andrésson – Neu installierte GNSS-Station bei Gleiðarhjall in Ísafjörður
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