Blaue Lagune und Arctic Adventures haben eine Vereinbarung zur Fusion unterzeichnet. Entsteht daraus ein gemeinsames Unternehmen, würde es zu den größten Akteuren im isländischen Tourismus zählen.
Die Blaue Lagune und Arctic Adventures wollen sich zusammenschließen. Wie beide Unternehmen am Dienstag bekanntgaben, wurde eine Fusionsvereinbarung unterzeichnet. Die Transaktion steht jedoch noch unter dem Vorbehalt einer gegenseitigen Due-Diligence-Prüfung, der Zustimmung der isländischen Wettbewerbsbehörde sowie der Genehmigung durch die jeweiligen Hauptversammlungen, wie mbl.is berichtet.
Nach Angaben der Unternehmen vereint die geplante Fusion zwei bedeutende Akteure des isländischen Tourismus. Während die Blue Lagoon zu den bekanntesten Wellness- und Gesundheitstourismusmarken des Landes zählt, ist Arctic Adventures einer der größten Anbieter von Abenteuer- und Aktivtouren in Island. Zum Unternehmen gehören zudem beliebte Ausflugsziele wie Fjaðrárgljúfur, Kerið und die Lavahöhle Raufarhólshellir.
Durch den Zusammenschluss soll ein neues Tourismusunternehmen entstehen, das eine führende Rolle im Erlebnis-, Freizeit- und Wellnesstourismus Islands einnehmen möchte.
Im Jahr 2025 erzielten beide Unternehmen zusammen einen Umsatz von rund 34,3 Milliarden ISK. Die Gesamtzahl der Vollzeitbeschäftigten lag bei etwa 1.120 Mitarbeitern, davon rund 780 bei der Blue Lagoon und 340 bei Arctic Adventures.
Arctic-Adventures-Geschäftsführer Ásgeir Baldur bezeichnete die geplante Fusion als wichtigen Meilenstein für sein Unternehmen. Die Blue Lagoon habe sich zu einer der stärksten internationalen Marken Islands entwickelt. Gemeinsam eröffne sich nun die Möglichkeit für weiteres Wachstum und eine stärkere Positionierung Islands auf dem internationalen Tourismusmarkt.
Parallel dazu hat die Blue Lagoon die formellen Vorbereitungen für einen Börsengang an der isländischen Börse aufgenommen. Begleitet wird das Vorhaben von Landsbankinn und der Investmentbank Fossar.
Noch in der vergangenen Woche teilten Arctiv Adventure und Icelandia mit, dass sie nicht fusionieren wollen.
Die geplante Fusion würde einen der größten Tourismuskonzerne Islands schaffen und Wellness-, Erlebnis- sowie Aktivtourismus unter einem Dach vereinen. Für die Branche wäre dies einer der bedeutendsten Zusammenschlüsse der vergangenen Jahre.
Die geplante Fusion von Arctic Adventures und Kynnisferðir-Icelandia wird nicht umgesetzt. Beide Unternehmen haben die Gespräche über einen Zusammenschluss beendet.
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