Besichtigungstipp im Fáskrúðsfjörður: Ein Ort des Gedenkens an französische Seeleute
Mitten in den Ostfjorden Islands liegt das idyllische Dorf Fáskrúðsfjörður, das durch seine historische Verbindung zu Frankreich bekannt ist. Ab 1880 diente der Ort als Handelsposten und wurde bald darauf zum wichtigsten Stützpunkt für französische Fischer, die an der Ostküste Islands arbeiteten.
Eine besondere Verbindung besteht zwischen Fáskrúðsfjörður und der französischen Hafenstadt Gravelines, von der viele Seeleute einst in See stachen. Diese Partnerschaft wird bis heute gepflegt, unter anderem durch Denkmäler und gemeinsame Veranstaltungen wie die Kranzniederlegung jedes Jahr am Tag des Seemannes.

Friedhof für gestorbene französische Seeleute
Außerhalb des Dorfes, direkt unterhalb der Straße 955, erinnert ein Denkmal an 49 französische und belgische Seeleute, die entweder auf See oder im Krankenhaus von Fáskrúðsfjörður ihr Leben verloren.
An der Straßenseite gibt es einen Parkplatz und einen Picknickplatz mit schöner Sicht über den Fjord mit einem Informationsschild zum Friedhof. Hier führt ein Weg direkt hinunter zum Friedhof.


Die Geschichte der französischen Fischer in Island ist von tragischen Verlusten geprägt: Schätzungen zufolge gingen rund um Island etwa 400 Schiffe verloren, wobei 4.000 bis 5.000 Seeleute ihr Leben ließen. Ein Denkmal auf dem französischen Friedhof in Fáskrúðsfjörður würdigt diese tapferen Männer, die trotz harter Arbeit, Kälte und gefährlicher Bedingungen ihren Dienst auf See verrichteten.
Fáskrúðsfjörður bewahrt dieses bewegende Erbe und bleibt ein bedeutender Ort des Gedenkens an die französischen Seeleute, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.




Geo-Cache
Eine skurille Besonderheit gibt es hier. Finde den Geo-Cache.
Wie kommst du zum Französischen Friedhof?
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