Seyðisfjörður: Paar wollte über die Norröna mehr als 100 Vogeleier und Küken außer Landes bringen
Zoll und Polizei stoppten in Seyðisfjörður ein Paar mit mehr als 100 Vogeleiern und fünf lebenden Bekassinenküken. Die Tiere und Eier wurden beschlagnahmt und in fachkundige Obhut übergeben.
Ein aus Europa stammendes Paar ist am Fährhafen in Seyðisfjörður kurz vor der Ausreise mit der Fähre gestoppt worden. Bei einer Kontrolle entdeckten Zoll und Polizei mehr als 100 Eier wildlebender isländischer Vogelarten sowie fünf lebende Küken der Bekassine.
Die Eier waren in speziell präparierten Wärmetaschen verstaut und sollten offenbar mit der Fähre außer Landes gebracht werden. Das Paar wollte mit der Norröna nach Europa ausreisen, berichtet RÚV.
Nach Angaben der Polizei stammten die Eier von zahlreichen geschützten oder wildlebenden Vogelarten, darunter Papageitaucher, Moorschneehuhn, Goldregenpfeifer, Großer Brachvogel, Eiderente, Seetaucher, Bekassine, Dreizehenmöwe und verschiedene Entenarten.
Zur Identifizierung der Funde unterstützten Fachleute des Isländischen Naturkundemuseums sowie der Naturforschungsstation Ostisland die Ermittlungen. Eier und Küken wurden unmittelbar nach der Sicherstellung in ihre Obhut übergeben. Auch die isländische Lebensmittel- und Veterinärbehörde wurde informiert.
Das Paar, beide Bürger eines europäischen Landes, wurde noch am selben Tag vernommen. Die Behörden beschlagnahmten außerdem die verwendete Ausrüstung. Inzwischen akzeptierten die Beschuldigten einen Strafbefehl und beglichen die verhängte Geldstrafe. Angaben zur Höhe der Strafe machte die Polizei bislang nicht.
Erst im vergangen Jahr wurden zwei Deutsche zu Geldstrafen verurteilt, als sie Papageitaucher-Eier außer Landes gebracht haben.
Der Isländische Fotografenverband warnt vor illegalen Fototouren. Ausländische Veranstalter ohne Genehmigungen geraten zunehmend in den Fokus der Behörden, die ihre…
Der Isländische Fotografenverband warnt vor illegalen Fototouren. Ausländische Veranstalter ohne Genehmigungen geraten zunehmend in den Fokus der Behörden, die...