Der Gemeinderat von Skeiða- und Gnúpverjahrepp hat die Erweiterung des Parkplatzs am Háifoss genehmigt. Grundlage ist ein bereits 2024 beschlossener Masterplan für das geschützte Naturdenkmal.
Der Besucherparkplatz am Háifoss wird erweitert. Der Gemeinderat von Skeiða- og Gnúpverjahrepp hat einer entsprechenden Baugenehmigung zugestimmt. Antragsteller ist die isländische Naturschutzbehörde Náttúruverndarstofnun.
Der Háifoss gehört mit einer Fallhöhe von 122 Metern zu den höchsten Wasserfällen Islands und ist eines der bekanntesten Ausflugsziele im Þjórsárdalur. Mit der Erweiterung des Parkplatzs sollen die Besucher künftig besser gelenkt und die empfindliche Natur rund um das geschützte Naturdenkmal Háifoss und Granni entlastet werden.
Erster Antrag stammt aus dem Mai 2024
Dem aktuellen Beschluss ging eine längere Planungsphase voraus. Bereits am 30. Mai 2024 wurde im isländischen Planungsportal der erste Antrag für einen neuen Bebauungsplan für das Gebiet am Háifoss veröffentlicht. Antragsteller war die damalige Umweltbehörde Umhverfisstofnun, deren Aufgaben inzwischen von der Náttúruverndarstofnun übernommen wurden.
Die Planung begann damit bereits vor den Dreharbeiten zur finalen Staffel von Stranger Things, die im Herbst 2024 am Háifoss stattfanden. Die Serie wurde im Dezember 2025 veröffentlicht. Über die Auswirkungen der Serie auf den Tourismus am Háifoss hatte SALTY.LAVA bereits berichtet:
Masterplan sieht umfassende Besucherinfrastruktur vor
Der jetzt genehmigte Parkplatzausbau ist nur ein Teil des ursprünglichen Bebauungsplans. Darin wird für das rund 23,5 Hektar große Gebiet am Háifoss und Granni ein langfristiger Rahmen für die Entwicklung des Besucherbereichs geschaffen. Ziel ist es, die Infrastruktur auszubauen und gleichzeitig das geschützte Naturdenkmal besser zu schützen.
Aus den Planungsunterlagen vom 15.2.2024 Bestätigt wurde nur die Erweiterung des Parkplatzes, die eingezeichnete Toilette, Servicehaus und Plattformen nicht
Geplant sind eine Erweiterung und Neuordnung der Parkflächen, der Bau und die Befestigung offizieller Fuß- und Wanderwege sowie die Einrichtung mehrerer Aussichtspunkte entlang der Schlucht. Außerdem ist ein Baufeld für ein künftiges Servicegebäude vorgesehen, das beispielsweise sanitäre Anlagen und Besucherinformationen umfassen könnte. Durch die neue Infrastruktur sollen Besucher gezielt gelenkt und die empfindliche Vegetation des Schutzgebiets besser vor unkontrolliertem Betreten geschützt werden.
Mit dem aktuellen Gemeinderatsbeschluss wurde jedoch ausschließlich die Erweiterung des Parkplatzs genehmigt. Für die weiteren Bestandteile des Bebauungsplans liegen derzeit noch keine Baugenehmigungen vor. Ob und wann diese Maßnahmen umgesetzt werden, ist bislang nicht bekannt.
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