Ölfus stärkt den Tourismus: Neues Cluster-Abkommen, starke Projekte – und der „Feuerring“ als mögliche Schwesterroute des Goldenen Rings.
Beim gut besuchten Tourismustreffen am Donnerstag im Rathaus von Ölfus in Þorlákshöfn haben Vertreter der Gemeinde, der Tourismusbranche und regionaler Partner zentrale Weichen für die zukünftige Entwicklung des Tourismus im Südwesten Islands gestellt, wie das Ölfus Cluster mitteilt. Im Mittelpunkt stand die Idee eines neuen touristischen „Feuerrings“ – Eldhring – einer möglichen Schwesterroute zum Goldenen Ring, die Ölfus, Reykjanes und Teile Südislands stärker miteinander verbinden soll.
Breite Beteiligung beim Treffen
An dem Treffen nahmen unter anderem teil:
- Páll Marvin Jónsson, Geschäftsführer des Ölfus-Clusters
- Ásta Kristín Sigurjónsdóttir, Geschäftsführerin des Icelandic Tourism Cluster
- Grétar Ingi Erlendsson, Vorsitzender des Gemeinderats von Ölfus
- Hallgrímur Kristinsson, Unternehmer und Entwicklungsmanager bei Icelandia
- Vertreter lokaler Tourismusunternehmen, Organisationen und Wirtschaftsakteure aus der Region
Ein zentraler Programmpunkt war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ölfus-Cluster und dem isländischen Reisecluster, die die Zusammenarbeit künftig deutlich vertiefen soll.
„Feuerring“ als neue Tourismusroute
Besonders große Aufmerksamkeit erhielt die Vorstellung der geplanten Route mit dem Arbeitstitel „Der Feuerring“. Ziel ist es, die touristischen Angebote in Ölfus enger mit denen auf der Halbinsel Reykjanes und ausgewählten Orten im Süden zu verknüpfen – als ergänzende Route zum Goldenen Ring und zur Vulkanroute.
Durch die gemeinsame Produktentwicklung sollen neue Besucherströme entstehen, die Wertschöpfung breiter verteilt und regionale Kooperationen gestärkt werden.
Ölfus als zunehmend attraktiver Standort
Mehrere Präsentationen machten deutlich, wie stark der Tourismus in Ölfus bereits gewachsen ist: Die Gemeinde profitiert von ihrer Lage zwischen Südisland und Reykjanes, der Nähe zu Hveragerði und Selfoss sowie einer guten Verkehrsanbindung. Naturgebiete wie Hengill, Reykjadalur, die schwarzen Strände von Þorlákshöfn oder die Lavahöhle Raufarhólshellir machen die Region ganzjährig attraktiv.
Neue Projekte bereits in Umsetzung
Ein konkretes Beispiel für die Entwicklung ist die bevorstehende Eröffnung eines neuen Hotels: 👉 Das Black Sand Hotel in Ölfus wird Anfang Januar seine Türen öffnen.
Zudem wurden weitere Projekte vorgestellt, darunter Besucherzentren, neue Serviceangebote, vernetzte Outdoor-Aktivitäten, Radwege, Sport- und Freizeitanlagen.
Das Tourismustreffen zeigte klar: Ölfus steht an einem Wendepunkt – mit starken Partnern, ambitionierten Projekten und einer wachsenden Dynamik. Der geplante „Feuerring“ könnte zu einem der wichtigsten neuen Leuchtturmprojekte werden und die Region touristisch langfristig stärken.
Die Teilnehmer betonten die besonderen Chancen, die sich aus der einzigartigen Lage der Gemeinde ergeben – von der Nähe zum Hengill-Gebiet über den Vulkanwanderweg bis hin zur Südküstenstraße – und sahen darin großes Potenzial, Naturerlebnisse auszubauen und die landschaftlichen Ressourcen noch gezielter zu nutzen. Die Beteiligten äußerten sich optimistisch und wollen die gemeinsame Entwicklung in den kommenden Monaten intensiv vorantreiben.
Titelfoto Eyrarbakkakirkja / Mirjam Lassak
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