Der Hafen von Reykjavík ist bei den World Cruise Awards 2026 erstmals als Europas bestes Kreuzfahrtterminal ausgezeichnet worden. Prämiert wurde das neue Passagierterminal Vör, das erst Ende Mai eröffnet wurde und Kreuzfahrten ab Island attraktiver machen soll.
Auszeichnung im ersten Betriebsjahr
Bei der Preisverleihung in Montego Bay auf Jamaika setzte sich Reykjavík gegen 13 weitere europäische Kreuzfahrthäfen durch. Zu den Mitbewerbern gehörten unter anderem Barcelona, Amsterdam, Lissabon, Kiel, Oslo und Valletta.
Für Island ist es das erste Mal, dass ein Hafen oder Passagierterminal diese Auszeichnung erhält. Die World Cruise Awards werden seit 2021 vergeben und würdigen Leistungen in der internationalen Kreuzfahrtbranche. Neben Branchenexperten stimmt auch die Öffentlichkeit ab; die Stimmen der Fachleute werden doppelt gewichtet.
Vör soll mehr Kreuzfahrtgäste nach Island bringen
Das neue Terminal ist das erste speziell für Kreuzfahrten errichtete Passagierzentrum Islands. Es soll die Abfertigung von Reisenden und Besatzungen verbessern und für mehr Sicherheit im Hafenbetrieb sorgen.
Ein wichtiges Ziel ist es, mehr Kreuzfahrtgäste ihre Reise in Island beginnen oder beenden zu lassen. Diese Passagiere bleiben häufig länger im Land als Gäste, die Island lediglich während eines Zwischenstopps besuchen. Davon soll auch die isländische Wirtschaft profitieren.
Der Hafenbetreiber Faxaflóahafnir sieht die Auszeichnung als Bestätigung für die langjährige Entwicklung des Kreuzfahrtstandorts Reykjavík und die Bemühungen, Island international als Ausgangspunkt für Seereisen zu etablieren.
Außerhalb der Kreuzfahrtsaison als Veranstaltungsort
Vör soll nicht nur während der Kreuzfahrtsaison genutzt werden. In den Wintermonaten, wenn weniger Kreuzfahrtschiffe Reykjavík anlaufen, steht das Gebäude auch für Veranstaltungen, Tagungen und Feiern zur Verfügung. Damit soll das Terminal ganzjährig genutzt und stärker in das Stadtleben eingebunden werden.
Faxaflóahafnir betreibt neben dem Hafen von Reykjavík auch die Häfen von Akranes, Grundartangi und Borgarnes. Das Unternehmen zählt damit zu den zentralen Akteuren der isländischen Hafeninfrastruktur.
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