Der tödliche Unfall im Breiðamerkurjökull im vergangenen Jahr hat die Vorbereitungen für zwei geplante künstliche Eishöhlen im Langjökull erheblich beeinflusst. Ásta Stefánsdóttir, Bürgermeisterin von Bláskógabyggð, betont, dass alle Sicherheitsvorgaben des Premierministerbüros berücksichtigt werden müssen.
Sicherheitsauflagen und Planungsprozesse
Der Bau der künstlichen Eishöhlen soll in den nächsten Monaten starten, nachdem der lokale Planungsprozess abgeschlossen ist. Eine Vereinbarung zwischen Bláskógabyggð und dem Büro der Premierministerin regelt die Nutzung öffentlichen Landes. Erst danach wird die Gemeinde einen Vertrag mit einem regionalen Tourismusunternehmen schließen.
Das Büro der Premierministerin hat in einer Erklärung diverse Anforderungen formuliert, darunter die Durchführung einer Risikobewertung zu Naturgefahren. Diese basiert auf den Empfehlungen einer Arbeitsgruppe, die nach dem Unfall im Breiðamerkurjökull ins Leben gerufen wurde.
„Tourismusunternehmen müssen nachweisen, dass sie über Pläne und Systeme verfügen, um Risiken zu bewerten und angemessen zu handeln“, so Bürgermeisterin Ásta Stefánsdóttir bei Visir.
Konsequenzen aus dem Unfall
Der Unfall im vergangenen Jahr hat die Arbeiten im Langjökull verlangsamt und zu strengeren Anforderungen geführt. „Es wurden zusätzliche Forderungen erhoben, um solche Probleme künftig zu vermeiden“, erklärt Ásta.
Geplante Öffnung im Sommer?
Die künstlichen Höhlen unterscheiden sich von natürlichen Eishöhlen, da sie in den Gletscher gebohrt oder gegraben werden und daher weniger anfällig für Schmelzwasser sind. Dennoch bleibt unklar, ob sie im Sommer geöffnet sein können, da dies von den Betreibern und der Sommerschmelze abhängt. „Diese Höhlen unterliegen nicht den drastischen Veränderungen durch Schmelzen wie natürliche Eishöhlen“, betont Ásta.
Titelfoto Langjökull / Mirjam Lassak
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