Die isländische Polizei warnt vor einer neuen Welle organisierter Taschendiebstähle. Besonders beliebte Sehenswürdigkeiten wie Gullfoss, Geysir, Seljalandsfoss, Þingvellir und das Zentrum von Reykjavík sind betroffen. Die Behörden sprechen von professionell organisierten ausländischen Tätergruppen, die gezielt nach Island reisen, um Touristen zu bestehlen.
Organisierte Banden im Visier der Polizei
Wie Visir mitteilt, sind nach Angaben der Polizei im Hauptstadtgebiet in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich mehr Meldungen über Taschendiebstähle eingegangen. Die Täter agieren laut Polizei organisiert und reisen gezielt für ihre Straftaten nach Island ein. Werden sie gefasst, droht ihnen die Abschiebung. Dabei handelt es sich jedoch häufig nicht um dieselben Personen, sondern um miteinander vernetzte kriminelle Gruppen.
Besonders betroffen sind ausländische Touristen. Gestohlen werden vor allem Smartphones, Geldbörsen, Kreditkarten und Reisepässe.
Bekannte Maschen an beliebten Sehenswürdigkeiten
Die Täter nutzen das Gedränge an stark besuchten Attraktionen gezielt aus. Eine häufige Masche besteht darin, Touristen anzubieten, Gruppenfotos zu machen. Während die Reisenden posieren, entwenden Komplizen unbemerkt Wertsachen.
Im Zentrum von Reykjavík häufen sich die Vorfälle insbesondere rund um die Hallgrímskirkja, die Skólavörðustígur und den Laugavegur.
Polizei erhöht Präsenz in Südisland
Auch die Polizei in Südisland verzeichnet seit mehreren Wochen eine anhaltende Diebstahlserie. Nach Angaben der Behörden gehören Einsätze wegen Taschendiebstählen an Gullfoss, Geysir, Seljalandsfoss und Þingvellir inzwischen zum täglichen Geschäft.
Als Reaktion sollen die Kontrollen an den wichtigsten Touristenattraktionen weiter ausgebaut werden. Künftig werden sowohl uniformierte als auch zivile Polizeibeamte verstärkt vor Ort eingesetzt und Verdächtige beobachten.
Täter gehen professionell vor
Die Ermittler betonen, dass es sich nicht um Gelegenheitstäter handelt. Die Gruppen arbeiteten professionell, seien gut organisiert und wüssten genau, wie sie vorgehen müssten, um möglichst unauffällig zu bleiben. Gerade deshalb sei die Aufklärung der Fälle besonders schwierig.
Vorsicht für Island-Reisende
Die Polizei empfiehlt Besuchern, ihre Wertsachen stets nah am Körper zu tragen, Taschen geschlossen zu halten und bei Menschenansammlungen besonders aufmerksam zu sein. Misstrauen sei auch angebracht, wenn Unbekannte ungewöhnlich hilfsbereit auftreten oder ungefragt Fotos anbieten.
Titelbild wurde mit KI generiert und dient der Veranschaulichung des Sachverhaltes
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