Bolafjall in den Westfjorden: Bolungarvík übernimmt Straße – soll sicherer werden
Die Gemeinde Bolungarvík übernimmt den Betrieb der Straße auf den Bolafjall. Hintergrund sind steigende Besucherzahlen seit der Eröffnung der Aussichtsplattform im Jahr 2022.
Die Straße auf den Bolafjall in den Westfjorden von Island wird künftig von der Gemeinde Bolungarvík betrieben. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten das isländische Außenministerium, die Gemeinde Bolungarvík sowie die Verteidigungsabteilung der isländischen Küstenwache. Damit geht die Verantwortung für Betrieb und Instandhaltung der Straße offiziell vom Außenministerium auf die Gemeinde über, teilt der Regierungsrat Islands mit.
Hintergrund ist die Radarstation auf dem Bolafjall. Seit 1985 pachtet das Außenministerium ein Grundstück auf dem Berg für deren Betrieb. Im Zuge dessen wurde auch die Zufahrtsstraße zur Station gebaut. Die Verteidigungsabteilung der isländischen Küstenwache war bisher im Auftrag des Ministeriums für Wartung und Betrieb der Straße verantwortlich.
Straße auf den Bolafjall
In den Sommermonaten ist die Straße auch für Besucher geöffnet. Dadurch können Touristen den Gipfel des Bolafjall erreichen, auf dem sich seit September 2022 eine spektakuläre Aussichtsplattform befindet. Seit deren Eröffnung ist der Verkehr auf der Straße deutlich gestiegen.
Mit der neuen Vereinbarung übernimmt nun die Gemeinde Bolungarvík die Verantwortung für Betrieb und Instandhaltung. Geplant sind künftig auch Bauarbeiten an der Straße, um die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Außenministerin Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir erklärte, die Vereinbarung sei für alle Beteiligten vorteilhaft. Die Gemeinde könne den Tourismus rund um den Bolafjall weiterentwickeln und die Straße besser auf die wachsende Zahl an Besuchern ausrichten. Gleichzeitig bleibe der Zugang für die Mitarbeiter der Radarstation gesichert.
Der Bolafjall zählt zu den spektakulärsten Aussichtspunkten in den Westfjorden. Besonders seit der Eröffnung der gläsernen Aussichtsplattform im Jahr 2022 hat sich der Berg zu einem beliebten Ziel für Touristen entwickelt. Mit der Übernahme durch die Gemeinde dürfte künftig stärker in die Infrastruktur investiert werden. Ziel ist es, den Zugang zum Bolafjall langfristig sicherer und besser planbar zu machen.
Titelbild: Radarstation auf dem Bolafjall / Mirjam Lassak
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