Island führt 2026 den Spartacus Gay Travel Index an und bleibt damit das LGBTQIA+-freundlichste Reiseland weltweit. Während sich einige Staaten deutlich verbessern, verschärft sich die Lage am unteren Ende des Rankings weiter. Der Spartacus Gay Travel Index ist ein jährlich veröffentlichtes Ranking zur rechtlichen und gesellschaftlichen Situation von LGBTQIA+-Menschen weltweit. Er bewertet 217 Länder und Regionen anhand von 18 Kriterien – darunter Antidiskriminierungsgesetze, Ehe- und Adoptionsrechte, Trans-Rechte, Schutz vor Hasskriminalität sowie gesellschaftliche Akzeptanz.
Die 10 besten Länder für queere Reisende 2026
Die Top 10 2026:
- 1) Island
- 2) Malta + Spanien (gleichauf)
- 4) Belgien, Kanada, Deutschland, Portugal (gleichauf)
- 8) Neuseeland, Norwegen, Schweiz (gleichauf)
Island überzeugt mit stabiler Gesetzeslage, hoher gesellschaftlicher Akzeptanz und klarer politischer Unterstützung für LGBTQIA+-Rechte.
Die 10 gefährlichsten Länder für LGBTQIA+-Menschen
Am unteren Ende des Rankings stehen Länder mit massiver staatlicher Repression, Kriminalisierung oder Todesstrafe.
Die letzten 10 Plätze 2026:
Irak
Vereinigte Arabische Emirate
Uganda
Somalia
Afghanistan
Tschetschenien
Saudi-Arabien
Iran
Jemen
In diesen Staaten drohen Haftstrafen, systematische Verfolgung oder sogar Hinrichtungen. Länder mit aktiv vollstreckter Todesstrafe erhalten die maximalen Minuspunkte im Index.
USA-Index 2026 – Stark gespaltenes Bild
Die Vereinigte Staaten werden im Spartacus Gay Travel Index erneut separat bewertet, da sich die Rechtslage für LGBTQIA+-Menschen je nach Bundesstaat massiv unterscheidet.
An der Spitze stehen New York (16 Punkte), gefolgt von Kalifornien, Nevada und Washington (je 14 Punkte). Diese Staaten punkten mit klaren Antidiskriminierungsgesetzen, starken Trans-Rechten und Hate-Crime-Schutz.
Am unteren Ende liegen Arkansas, Oklahoma und Tennessee (je -5 Punkte) sowie Idaho und Mississippi (-4 Punkte). Hier schlagen sich restriktive Gesetze, Zensurregelungen und Defizite beim Schutz vor Hasskriminalität deutlich im Ranking nieder.
Für Reisende bedeutet das: Zwischen sicherem Umfeld und spürbaren Einschränkungen kann in den USA nur eine Bundesstaatsgrenze liegen.
Island behauptet sich erneut als stabiler Spitzenreiter. Gleichzeitig zeigt der Index 2026, dass sich die Kluft zwischen progressiven Ländern und repressiven Staaten weiter vertieft. Während einige Regionen ihre Gesetzgebung modernisieren, verschärfen andere gezielt Repression und Zensur.
Die politische Entwicklung – insbesondere in Teilen Afrikas, des Nahen Ostens und einzelner US-Bundesstaaten – dürfte auch in den kommenden Jahren Einfluss auf das Ranking haben.
Unter Svartsengi wächst die Magmamenge weiter. Fast 23 Millionen Kubikmeter wurden seit dem letzten Ausbruch gemessen. Experten prüfen neue Szenarien.