Litla Kaffistofan an der Ringstraße soll zum Tourismuszentrum ausgebaut werden
Ein neuer Bebauungsplan zeigt, wie sich Litla Kaffistofan zwischen Reykjavík und dem Geothermiekraftwerk Hellisheiði entwickeln soll. Geplant sind neue touristische Infrastruktur und umfangreiche Erweiterungen für den Ganzjahresbetrieb.
An der Ringstraße in der Gemeinde Ölfus soll das historische Areal Litla Kaffistofan deutlich erweitert werden. Der Planungs- und Umweltausschuss hat die öffentliche Auslegung eines neuen Bebauungsplans beschlossen. Vorgesehen ist der Ausbau zu einer touristischen Basis mit neuer Infrastruktur für Ganzjahresangebote wie ATV-Touren und Nordlichtbeobachtungen.
Neue Gebäude für den Tourismus
Der Bebauungsplan sieht mehrere Neubauten und eine Erweiterung der touristischen Infrastruktur vor. Das bestehende Restaurant Litla Kaffistofan mit einer Fläche von 162 Quadratmetern bleibt erhalten und wird weiterhin gastronomisch genutzt.
Zusätzlich darf ein 250 Quadratmeter großes Lager- und Servicegebäude errichtet werden. Es soll Fahrzeuge und Ausrüstung für touristische Aktivitäten wie ATV-Touren aufnehmen. Außerdem ist eine 35 Quadratmeter große Schutzhütte geplant, die Platz für bis zu 40 Personen bietet und unter anderem Reisegruppen oder Teilnehmern von Nordlichttouren als Aufenthaltsort dienen soll.
Das Grundstück wird auf rund 8.500 Quadratmeter erweitert und ist im Flächennutzungsplan der Gemeinde Ölfus als Tourismus- und Dienstleistungsfläche ausgewiesen.
Für sämtliche Neubauten gelten strenge Vorgaben. Materialien und Farbgestaltung müssen sich möglichst unauffällig in die umgebende Lavalandschaft einfügen.
Direkt an der Ringstraße zwischen Reykjavik und Geothermiekraftwerk Hellisheidi gelegen
50 Parkplätze und neuer Lärmschutzwall
Zur geplanten Infrastruktur gehören mindestens 50 Parkplätze sowie mindestens ein barrierefreier Stellplatz. Außerdem soll östlich des Grundstücks ein Lärmschutzwall entstehen, um mögliche Geräusche des Tourismusbetriebs von benachbarten Grundstücken fernzuhalten. Ein bestehender Weg wird im Zuge der Erschließung verlegt. Die Kosten dafür trägt der Grundstückseigentümer. Gleichzeitig muss die Nutzung des Weges für andere weiterhin gewährleistet bleiben.
Strenge Vorgaben zum Umwelt- und Trinkwasserschutz
Da sich das Gelände innerhalb des Trinkwasserschutzgebiets der Brunnen von Árborg und Hveragerði befindet, gelten besondere Umweltauflagen. Die Wasserversorgung erfolgt über einen bestehenden Brunnen am Hauptgebäude. Das Abwasser wird weiterhin über die vorhandene Klärgrube entsorgt, während Regenwasser auf dem Grundstück versickern soll. Für Planung, Betrieb und Wartung der Anlagen ist der Grundstückseigentümer verantwortlich.
Ganzjahrestourismus im Fokus
Mit dem Ausbau soll Litla Kaffistofan als Ausgangspunkt für touristische Aktivitäten ganzjährig genutzt werden. Vorgesehen sind unter anderem ATV-Touren sowie Angebote zur Nordlichtbeobachtung. Nach Angaben der Planungsunterlagen verfolgt der Betreiber ICELANDIA zudem das Ziel, die Fahrzeugflotte langfristig auf elektrisch betriebene Quads umzustellen, um Emissionen im sensiblen Wasserschutzgebiet zu reduzieren. ATV-Touren können seit kurzer Zeit über die Website von ICELANDIA gebucht werden.
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