Die seit 2021 beobachtete Landhebung am Vulkan Askja ist zum Stillstand gekommen. Neue Messungen zeigen sogar erste Anzeichen einer leichten Bodensenkung. Damit gilt die seit fünf Jahren beobachtete Entwicklung als beendet.
Neue Messungen in Askja
Wissenschaftler des Isländischen Meteorologischen Amtes und der Universität Göteborg haben in dieser Woche ihre aktuellen Messungen in Askja abgeschlossen. Dabei wurden sowohl Veränderungen der Erdoberfläche als auch die Gaskonzentrationen in der Region untersucht.
Die Deformationsmessungen zeigen, dass die bisherige Landhebung nicht weiter anhält. Stattdessen wurde eine leichte Absenkung des Bodens festgestellt. Im östlichen Bereich von Askja ergaben die Messungen der Gaszusammensetzung dagegen keine wesentlichen Veränderungen gegenüber den Vorjahren.
Auch die Erdbebenaktivität bleibt niedrig und bewegt sich im Bereich der bekannten Hintergrundaktivität.
Warnstufe Null – Ereigniskette seit 2021 beendet
Die aktuellen Ergebnisse sprechen nach Angaben des Wetteramtes dafür, dass die 2021 begonnene Ereigniskette in Askja beendet ist. Damals hatte eine deutliche Landhebung eingesetzt, die auf einen Magmenzustrom in der Tiefe zurückgeführt wurde. Über die Jahre wurden dabei erhebliche Veränderungen der Erdoberfläche gemessen.
Aufgrund der neuen Messdaten wird die Vulkanwarnstufe für Askja nun auf Stufe 0 zurückgesetzt. Sie entspricht einem normalen Hintergrundzustand. Das bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche vulkanischen Gefahren ausgeschlossen sind. In den geothermisch aktiven Bereichen von Askja können weiterhin Dampfexplosionen auftreten.
Der Flugfarbcode für Askja bleibt Grün. Weitere Informationen zu den Vulkanwarnstufen bietet das Isländische Meteorologische Amt.
Titelbild: Öskjuvatn / Mirjam Lassak
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