In Island läuft auch im Sommer 2026 wieder ein landesweites Überwachungsprogramm für mögliche Krankheitsüberträger wie Stechmücken, Zecken und Kriebelmücken. Hintergrund ist unter anderem der erstmalige Nachweis von Stechmücken auf Island im vergangenen Herbst. Nun soll untersucht werden, ob sie erneut auftreten und wie weit sie sich verbreiten.
Die isländische Lebensmittel- und Veterinärbehörde arbeitet dabei gemeinsam mit dem Institut für Naturgeschichte sowie der Versuchsstation Keldur der Universität Island zusammen. Ziel ist es, die Verbreitung der Arten zu dokumentieren und zu prüfen, ob sie Krankheitserreger übertragen können, die für Menschen oder Tiere relevant sind.
Die Behörde ruft die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Stechmücken zu melden. Meldungen sollen möglichst mit Fundort und Fotos an das Institut für Naturgeschichte (natt@natt.is) geschickt werden.
Auch Zeckenfunde sind für die laufenden Untersuchungen von großer Bedeutung. Sowohl die Bevölkerung als auch Tierärzte werden gebeten, Zecken, die an Menschen oder Tieren gefunden werden, für wissenschaftliche Untersuchungen einzusenden. Dabei sollen möglichst Informationen zum Funddatum, Fundort, Wirt sowie zu den Aufenthaltsorten des Wirts in den vergangenen Tagen mitgeliefert werden.
Stechmücken galten lange Zeit als nicht dauerhaft auf Island heimisch. Nachdem im Herbst 2025 erstmals Exemplare nachgewiesen wurden, beobachten die Behörden die Entwicklung nun besonders genau. Auch Zecken kommen in Island inzwischen häufiger vor als noch vor einigen Jahren und stehen daher verstärkt im Fokus der Forschung.
Die Ergebnisse der diesjährigen Überwachung sollen zeigen, ob sich Stechmücken dauerhaft auf Island etablieren und wie sich das Vorkommen weiterer möglicher Krankheitsüberträger entwickelt.
Das Titelbild wurde mit KI generiert
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