Das Isländische Meteorologische Amt hat Ende Oktober vier temporäre Seismometer am Grjótárvatn installiert. Mit den zusätzlichen Messgeräten soll untersucht werden, wie gut das bestehende Messnetz die seismische Aktivität in der Region erfasst und ob weitere Stationen erforderlich sind.
Drei Geräte übertragen ihre Daten in Echtzeit an den Isländischen Wetterdienst. Das vierte befindet sich direkt oberhalb des Gebiets mit seismischer Aktivität. Da dort keine Telefonverbindung besteht, können die Messdaten erst nach dem Abbau ausgelesen werden.
Durch den Vergleich mit den Daten des permanenten Stationsnetzes wollen die Fachleute feststellen, wo zusätzliche Messungen sinnvoll wären. Gleichzeitig sollen Erfahrungen gesammelt werden, um bei künftig erhöhter seismischer Aktivität schneller weitere Stationen installieren zu können.
Die Geräte wurden auf Felsen platziert und mit Steinen gesichert, da sie nicht im Boden verankert werden konnten. Zwei stehen in Nähe des Weges, eines an einem Fluss. Trotz möglicher Störungen durch die Umgebung lassen sich Erdbebenwellen erfassen.
Besonders gespannt sind die Fachleute auf die Daten der Station direkt über dem Aktivitätsgebiet. Die vier Seismometer werden in Kürze wieder abgebaut. Anschließend beginnt die Auswertung der Messungen.
Titelbild: Gebiet um Grjótárvatn / Mirjam Lassak
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